Wandervorschläge für das Frühjahr

Bevor Ihnen die Decke auf den Kopf fällt, gönnen Sie sich doch mal eine Auszeit und schnüren die Wanderschuhe. Wir haben ein paar schöne Tipps für Sie auf Komoot zusammengestellt.

Wandervorschlag Nr. 1: Der Kreuzweg – Weg der Hoffnung

Der Kreuzweg – Weg der Hoffnung

Ein echt tolles Projekt, das das gesamte Gemeindegebiet einschließt.

Hier finden Sie den Link zum Projekt auf der Seite der Pfarreiengemeinschaft Christus Salvator:
https://www.pg-christus-salvator.de/aktuelles/kreuzweg-hoffnung-2021

Hier finden Sie den Link zum Artikel im Wochenblatt:
https://www.meine-news.de/elsenfeld/c-vereine/unterwegs-auf-dem-kreuzweg-weg-der-hoffnung-der-pfarreiengemeinschaft-christus-salvator_a92527#likes

 

Wandervorschlag Nr. 2: Rück-Besinnungsweg

Rück-Besinnungsweg

Wichtige Werte in reizvoller Natur meditativ erleben!

Der „Rück-Besinnungsweg“ lädt Sie ein, sich in der Natur mit zeitlos gültigen Werten auseinanderzusetzen. Sechs Künstler aus dem Landkreis Miltenberg und ein Künstler aus Schwarzach haben dazu Kunstwerke gestaltet, welche die Werte Friede, Mut, Hoffnung, Gelassenheit, Achtsamkeit, Dankbarkeit und Gemeinschaft aufgreifen. Die idyllische Wegstrecke ist ca. 5km lang.

Quelle: rueck-besinnungsweg.de

Hier finden Sie den Link zur Website des Rück-Besinnungsweges des Heimat- und Museumsvereines Elsenfeld:
http://www.rueck-besinnungsweg.de/

 

 

Wandervorschlag Nr. 3: Auf den Spuren vom Kinzbachfraache

Auf den Spuren vom Kinzbachfraache

Unsere Tour führt Sie vom Haus der Bauerin zum Zollstock, wo sich ein schöner Rastplatz befindet. Durch den Kinzbachgrund gehen Sie auf den Spuren des verschwundenen Dorfes Kinzbach bis zur Kreisstraße und durch den Heubergsgraben an der Wassertretanlage wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung

Kinzbach / Kinzbachgrund

Kinzbach ist ein verschwundenes Dorf, welches sich im Kinzbachtal befand. Schriftlich fundierte Quellen gibt es nicht, jedoch einige Hinweise. Bei der Wiederaufforstung der freien Flächen hat man guten Ackerboden vorgefunden und 1900 seien noch Mauerreste gefunden worden.

Zusätzlich schreibt der Benefiziat H. Kilian aus Kleinwallstadt, daß das Dorf Kinzbach im Jahr 1333 zusammen mit Eichelsbach zur Pfarrei Sommerau gekommen sei. Nach einer Überlieferung von Valentin Pfeifer (1886-1964, stammt aus Sommerau und ist auch dort geboren, Verfasser der Spessartsagen) soll das Dorf 1666 nach dem Ausbruch der Pest aufgegeben worden sein.

Die letzte Bewohnerin mußte seitdem als Kinzbachfraasche (Kinzbachfrau) umherspuken und Menschen in die Irre führen. Die Frau sei jedoch mit der Aufstellung des Kreuzes im Kinzbachgrund verschwunden…

Quelle: http://www.haarim-hoddrim.de/Zeitzeugen/Kinzbach/kinzbach.html

Das Kinzbachfraache

In einem Wiesental, zwischen den Ortschaften Roßbach und Sommerau, war noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts ein Dorf, das Kinzbach hieß und aus Ober-, Mittel- und Unterkinzbach bestand. Dann kam eine Krankheit, die wütete entsetzlich und raffte die Leute so schnell dahin, dass manche gesund aus dem Hause und über die Straße gingen und plötzlich tot umfielen. Zuletzt war bloß noch ein altes Mütterchen übrig. Das mochte nicht allein im ausgestorbenen Dorfe bleiben, es packte ein paar notwendige Dinge in ein Bündel, legte die Sonntagsgewandung an, stützte sich mit der rechten Hand auf einen Stock und wanderte mit dem Bündel in der Linken die Höhe gegen Eichelsbach hinauf. Es überlegte nicht, dass es die schreckliche Seuche mit einschleppen könnte, sondern dachte nur an seine eigene Rettung und stieg mit großer Mühe den Berg empor. Wie es vor Eichelsbach kam, an die Stelle, wo früher Flachs gebrochen wurde und ehemals die „Brechhalle“ stand, verließen es die Kräfte, und es sank um und verschied. Mit der alten Frau war die Letzte des Dorfes Kinzbach weggestorben, und es kam auch niemand mehr, um darin zu wohnen. So verödete und verfiel die Siedlung, und die Bewohner der Umgebung nahmen später die Steine für ihre Häuser und Mauern. Vom ursprünglichen Dorfe war gegen Ende des 19. Jahrhunderts nichts mehr zu sehen als ein verfallener Backofen.

Jene alte Frau aber, die nicht bedacht hatte, daß sie mit ihrer Einwanderung die Pest ins Nachbardorf trüge, muss im Kinzbachtal „wewern“ gehen. Das „Kinzbachfraache“, wie man’s in der Gegend nennt, erschreckte schon viele Leute, die zu später Nachtstunde gegen Eichelsbach gingen oder von dort nach Sommerau oder auch das Gründchen hinan gegen Roßbach zu. Das „Fraache“ wäre – so erzählten nächtliche Wanderer – stets im Kreise herumgegangen und hätte mit einem Stock im Laube gewühlt. Die einen sagten, es hätte eine ganz alte Kleidertracht gehabt, die sie aber nicht genau beschreiben könnten, weil sie eilig davon strebten, und andere sagten: „Es hatte eine Bandhaube auf und einen langen weißen Rock an.“

Quelle: Spessart-Sagen, Valentin Pfeifer, Aschaffenburg 1948, S. 106f